MicroStrategy-Chef Michael Saylor warnt: Die größte Gefahr für Bitcoin sind ehrgeizige Opportunisten, die Änderungen am Protokoll vorschlagen. Der Beitrag SayloMicroStrategy-Chef Michael Saylor warnt: Die größte Gefahr für Bitcoin sind ehrgeizige Opportunisten, die Änderungen am Protokoll vorschlagen. Der Beitrag Saylo

Saylor warnt: Droht dem Bitcoin-Protokoll durch Quanten-Risiken jetzt Gefahr?

MicroStrategy-Chef Michael Saylor warnt: Die größte Gefahr für Bitcoin sind ehrgeizige Opportunisten, die Änderungen am Protokoll vorschlagen.

Diese Bemerkung kommt gerade, als Coinbase und das Ethereum-Netzwerk Schritte unternehmen, um eine der größten langfristigen Bedrohungen für Bitcoin anzugehen: Quantencomputer.

Bitcoins Quanten-Dilemma: Diskussion um Protokoll-Änderung wieder im Fokus

Der MicroStrategy-Mitgründer sieht dabei eine erstarrte Entwicklung des Protokolls als besten Schutz für Bitcoin. Laut Michael Saylor ist es gefährlicher für Bitcoin, wenn von innen versucht wird, das Netzwerk zu „verbessern“, als durch äußere technologische Bedrohungen.

Diese Aussage betont die Rolle von Bitcoin als neutrales digitales Geld, besonders bei Diskussionen wie dem BIP-110-Soft-Fork-Vorschlag.

BIP-110, das am 25. Januar 2026 eine Unterstützung von 2,38 Prozent der Nodes erreichte, möchte die Transaktionsdaten vorübergehend begrenzen (zum Beispiel OP_RETURN auf 83 Byte), um „Spam“ durch nicht-monetäre Nutzungen zu verhindern.

Die Diskussion spaltet die Community in Puristen, die Bitcoin Knots bevorzugen, und andere, die Bitcoin Core für vielfältigere Anwendungen nutzen.

Einige Entwickler nennen als Bedenken voreilige oder politisch motivierte Änderungen. Andere betonen, dass das Ignorieren neuer Risiken selbst zu Problemen führen kann.

Dieser Konflikt wird nun durch die Ankündigung von Coinbase, ein unabhängiges Beratungsgremium für Quantencomputer und Blockchain-Sicherheit einzurichten, verstärkt.

Das Gremium wird untersuchen, wie zukünftige Fortschritte bei großen Quantencomputern Bitcoins kryptografische Sicherheit gefährden könnten. Es wird öffentliche Forschung, Risikoeinschätzungen und technische Empfehlungen für das gesamte Ökosystem veröffentlichen.

Im Mittelpunkt der Sorge steht die elliptische-Kurven-Kryptografie (ECC), die Bitcoins ECDSA- und Schnorr-Signaturen absichert.

Theoretisch könnte ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer mit Shor’s Algorithmus aus öffentlichen Schlüsseln private Schlüssel ableiten. Das würde Angreifern erlauben, Transaktionen zu fälschen oder Wallets zu leeren.

Solche Maschinen sind vermutlich mindestens fünf Jahre entfernt. Die jahrelange Vorbereitungszeit macht die Widerstandsfähigkeit gegen Quantenangriffe dennoch zu einem wichtigen Thema.

Im Beratungsgremium von Coinbase sind führende Köpfe aus der Kryptografie und Quantenforschung vertreten, darunter:

  • Dan Boneh, Professor an der Stanford University,
  • Scott Aaronson, Quanten-Theoretiker an der University of Texas,
  • Justin Drake, Forscher der Ethereum Foundation, und
  • Sreeram Kannan, Gründer von EigenLayer.

Laut Coinbase arbeitet das Gremium unabhängig und wird Positionspapiere zur Lage der Quantencomputer veröffentlichen.

Außerdem werden Empfehlungen für Entwickler und Institutionen gegeben und bei Durchbrüchen flexibel reagiert.

Bitcoin: Quantentechnologie wird plötzlich zur greifbaren Realität

Diese Initiative spiegelt einen Wandel in der Bitcoin-Entwickler-Community wider, wie das Thema angegangen wird.

Daten aus 2025 zeigen eine deutliche Zunahme quantenbezogener Diskussionen in Bitcoin-Mailinglisten. Inzwischen thematisieren über zehn Prozent der technischen Beiträge die Sicherheit nach Quantencomputern. Zuvor war jahrelang kaum darüber gesprochen worden.

Estimated Percentage of Messages Concerning Quantum ResistanceGeschätzter Anteil der Nachrichten zum Thema Quanten-Resistenz. Quelle: Willy Woo auf X

Die Diskussion dreht sich nun nicht mehr um reine Theorie. Es geht konkret darum, wie Bitcoin durch Soft Forks von ECC auf Quanten-sichere Signaturen umgestellt werden könnte, ohne das Netzwerk zu stören.

Trotz dieser Dynamik warnen die meisten Forscher vor zu schnellen Protokolländerungen. Die gängige Meinung ist, dass man auf post-quanten Kryptografie-Standards von Organisationen wie NIST warten sollte, bevor ein Upgrade erfolgt. Zu frühe Änderungen könnten neue Schwachstellen erzeugen.

Coinbase möchte also eher vorsorgen als Panik schüren. Ziel ist es, dass Bitcoin und andere Blockchains langfristig sichere Umstiegsmöglichkeiten haben, noch bevor Quantenangriffe praktisch werden.

Dadurch wird auch der Unterschied zu Ethereum deutlicher. Die Ethereum Foundation bezeichnet Quanten-Sicherheit nun als oberste strategische Priorität. Dafür werden:

  • eigene Teams aufgebaut,
  • Kryptografie-Forschung gefördert und
  • Live-Post-Quanten-Testnetze betrieben.

Vertreter von Ethereum sind jetzt im Beratungsgremium von Coinbase dabei. Das unterstreicht, dass Quanten-Sicherheit zunehmend als gemeinsames Thema vieler Chains in der ganzen Branche gesehen wird.

Da die Forschung an Quantencomputern schneller vorangeht und Institutionen eine aktivere Rolle dabei spielen, Krypto-Infrastruktur zukunftssicher zu machen, könnte es schwieriger werden, dieses Gleichgewicht zu halten.

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