Bitcoin ist unruhig ins neue Jahr gestartet. Nach einer Phase starker Anstiege scheint der Markt seine Richtung zu verlieren. Verschiedene Indikatoren deuten darauf hin, dass Anleger mit einer möglicherweise schwereren Korrektur rechnen müssen.
Für viele Investoren ist dies ein logischer Moment, um die Risiken im Portfolio neu zu bewerten, insbesondere da mehrere Signale gleichzeitig auf Rot springen.
Das erste Signal kommt von der sogenannten Ichimoku Cloud. Analyst Titan of Crypto sieht einen bearishen Kumo-Twist auf dem Wochenchart. Dieses Muster entsteht, wenn sich Trendlinien kreuzen und deutet oft auf einen Umschlag zu einer abwärts gerichteten Struktur hin.
In früheren Bitcoin-Zyklen ging ein solches Signal regelmäßig langanhaltenden Korrekturen voraus. Das bedeutet keinen direkten Crash, aber das breitere Trendbild verschlechtert sich.
Das zweite Signal ist, dass Bitcoin unter dem gleitenden Durchschnitt von 365 Tagen notiert. Dieses Niveau fungierte in früheren Bärenmärkten als harter Widerstand. Solange der Kurs darunter bleibt, sprechen Analysten von einem anfälligen Markt.
Das dritte Signal ergibt sich aus der Geschichte. Nach früheren Marktspitzen folgten damals Rückgänge von mehr als siebzig Prozent. Die aktuelle Korrektur bleibt weit darunter, was darauf hindeuten kann, dass der Zyklus noch nicht abgeschlossen ist und weiter fallen will.
Das vierte Signal stammt von Marktzyklus-Indikatoren. Diese Modelle zeigen, dass sich Bitcoin seit Ende 2025 im Bärenmarktgebiet befindet, aber noch nicht in einer extremen Phase. In früheren Zyklen folgte hierauf oft weitere Abschwächung.
Das fünfte und letzte Signal kommt von On-Chain-Daten. Große Anleger verschieben immer mehr Bitcoin auf Handelsplattformen. Solche Zuflüsse werden oft als Vorbereitung auf Verkäufe gesehen und vergrößern die Fragilität des Marktes.
Während sich technische Signale verschlechtern, blickt der Markt diese Woche auch ausdrücklich auf externe Ereignisse, die den Kurs weiter beeinflussen können. Montag sind die amerikanischen Börsen wegen Martin Luther King Jr Day geschlossen. Dadurch kann die Marktreaktion auf Dienstag verschoben werden, während Krypto normal weiterhandelt.
Dienstag trifft China eine Zinsentscheidung und später in der Woche folgt Japan. Diese Entscheidungen können Einfluss auf die weltweite Liquidität haben. Später erscheinen wichtige amerikanische Inflationszahlen, darunter die PCE-Inflation, die richtungsweisend für die Zinspolitik der Federal Reserve ist. Außerdem startet das World Economic Forum in Davos und große Börsenunternehmen veröffentlichen ihre Quartalszahlen.
Mit fünf deutlichen Warnsignalen und einer vollen Makro-Agenda bleibt Bitcoin anfällig. Anleger tun gut daran, mit erhöhter Volatilität zu rechnen und in den kommenden Tagen vorsichtig zu bleiben.
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