Präsident Donald Trump hat öffentlich gezögert, Kevin Hassett zur Federal Reserve zu schicken. Damit ist es unwahrscheinlicher geworden, dass Hassett Jerome Powell als Fed-Chef ablöst.
Auf einer Konferenz sagte Trump, er möchte Hassett lieber in seiner jetzigen Position behalten. Er hat Sorge, einen vertrauten Berater zu verlieren, falls Hassett zur Fed geht.
Diese Aussage hat die Erwartungen zur Nachfolge beim Chefposten der Fed sofort verändert. Da Hassetts Chancen geringer werden, richtet sich der Blick nun auf Kevin Warsh. Viele in den Märkten und in Washington sehen Warsh jetzt als wichtigsten Kandidaten.
Hassett wurde bisher oft als Favorit für Powells Nachfolge bei der Fed für den Mai 2026 genannt.
Trumps Aussagen zeigen jedoch, dass er gerne auf Kontinuität im Weißen Haus setzt, anstatt jemanden an die Zentralbank zu verlieren.
Deshalb haben sich Vorhersagemärkte und Kommentare von Analysten in den letzten Tagen von Hassett entfernt.
Kevin Warsh hat bereits Erfahrungen bei der Zentralbank gesammelt. Während der Finanzkrise war er Fed-Gouverneur. Sein Profil gefällt Republikanern, die Vertrauen in den Märkten und eine klare Trennung von Geldpolitik zu Politik wünschen.
Da Trump Hassett gerne behalten möchte, ist Warsh zum wichtigsten Kandidaten aufgestiegen.
Beim Thema Krypto unterscheiden sich Warsh und Powell vor allem im Ton, nicht so sehr in den Ergebnissen. Powell verfolgt einen vorsichtigen Weg. Er betont immer wieder Finanzstabilität, Verbraucherschutz und klare Regeln für Stablecoins und Börsen.
Er hat sich nicht ausdrücklich für Krypto als Geld ausgesprochen. Dennoch lässt er die Märkte innerhalb der bestehenden Regeln wachsen.
Warsh gilt als pragmatisch und skeptisch. Er sieht das Potenzial von Bitcoin als Wertspeicher, vergleicht Bitcoin oft mit Gold. Trotzdem ist er vorsichtig bei der Nutzung von privaten Kryptowährungen als Alltagsgeld.
Warsh steht somit für strengere Leitplanken, aber keine totale Ablehnung. Im Vergleich zu Powell wirkt Warsh offener für Diskussionen über digitale Vermögenswerte. Die Politik dürfte am Ende aber weiter eher zurückhaltend bleiben.
Powells Zeit als Fed-Chef endet am 15. Mai 2026. Er könnte noch bis 2028 Mitglied im Gouverneursrat bleiben, aber das ist nach einem Rücktritt selten.
Die Inflation sinkt zwar, aber ist noch nicht besiegt. Deshalb erwarten die Märkte vor Powells Abschied keine großen Änderungen bei der Geldpolitik.
Händler erwarten vor allem noch eine weitere Zinssenkung unter Powell, sofern die Wirtschaftsdaten passen.
Ein größerer Kurswechsel erscheint nun unwahrscheinlich, was die Bedeutung des nächsten Fed-Chefs für die Politik ab 2026 unterstreicht.
Powell steht inzwischen auch politisch unter Druck. Ein Justizministerium untersucht seine Aussagen vor dem Kongress zu Kostensteigerungen bei der Sanierung der Fed-Zentrale. Dafür wurden bereits Dokumente angefordert.
Powell sagt, dass diese Untersuchung keinen Einfluss auf die Geldpolitik hat. Trotzdem sorgt der Fall für Diskussionen über die Unabhängigkeit der Zentralbank, während der Führungswechsel näher rückt.
Der Beitrag Trump ändert Kurs bei Fed-Chef: Hassett verliert Chancen – wer ersetzt Powell? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

