Nach einem starken Start in das Jahr 2026 steht Ethereum (ETH) nun unter Druck. Der Kurs ist in den letzten 24 Stunden um fast drei Prozent gefallen.
In dieser Situation wies ein Analyst auf ein wichtiges bärisches Signal hin. Ethereum muss dieses überwinden, bevor ein Ausbruch über die 3.300-USD-Marke wahrscheinlich wird.
Daten von BeInCrypto Markets zeigen, dass ETH das Jahr 2025 mit einem Minus von 10,9 Prozent beendete. Am Anfang des neuen Jahres dominierten allerdings meist grüne Kerzen, und der Altcoin stieg zwischen dem ersten und sechsten Januar um 11,3 Prozent.
Seit Mittwoch hat sich die Richtung von ETH jedoch geändert. In den letzten 24 Stunden ist die zweitgrößte Krypto um etwa drei Prozent gesunken.
Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Kurs bei 3.113 USD. Dieser Rückgang gehört zu einer breiteren Marktschwäche. Die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptos fiel um mehr als 2,2 Prozent.
In einer aktuellen Einschätzung hat CryptoOnchain auf eine deutliche bärische Divergenz zwischen Ethereums Kurs und der tatsächlichen Nachfrage auf der Chain hingewiesen. Der Analyst stellte fest, dass die Coinbase Premium Gap stark zurückgegangen ist.
Ihr 14-Tage-Durchschnitt liegt nun bei minus 2,285, dem tiefsten Wert seit Anfang Februar 2025. Laut CryptoOnchain deutet das auf eine schwächere Nachfrage von US-Investoren hin.
Die Coinbase Premium Gap misst den Unterschied beim Kurs zwischen Coinbase – einer Plattform, die oft als Stimmungsbarometer für US-Institutionen gilt – und Binance, das mehr die globale Community abbildet.
Der Analyst erklärte zudem, dass lang anhaltende ETH-Rallyes in der Vergangenheit mit einer positiven Prämie bei Coinbase zusammenfielen. Der aktuelle negative Wert zeigt jedoch, dass institutionelle Käufer bei den aktuellen Kursen eher abwarten.
Dauerhafte Abflüsse aus ETH-Spot-ETFs zeigen die schwache Nachfrage zusätzlich. Im November gab es den größten Monatsabfluss mit insgesamt 1,42 Mrd. USD. Im Dezember folgten weitere 616,8 Mio. USD Abflüsse.
Am siebten Januar wurden die ersten Abflüsse des Jahres 2026 verzeichnet. Insgesamt flossen laut SoSoValue Daten 98,45 Mio. USD aus den Produkten ab. Auch bei Bitcoin- und XRP-ETFs gab es am selben Tag Abflüsse. Das unterstreicht die Schwäche im gesamten Sektor.
Obwohl die Nachfrage schwach erscheint, ist das Interesse der Investoren nicht ganz verschwunden. BeInCrypto berichtete, dass Morgan Stanley am sechsten Januar ein SEC-Formular für einen ETH-Spot-ETF eingereicht hat. Zuvor gab es schon ähnliche ETF-Anträge für Bitcoin und Solana.
Außerdem rechnen aus technischer Sicht mehrere Beobachter mit weiteren Kursgewinnen bei ETH. Ein Analyst stellte auf dem Kurschart von ETH eine versteckte bullische Divergenz mit einer gültigen Unterstützung fest. Falls diese Situation anhält, kann es zu weiteren Kursanstiegen kommen. Zudem wies ein anderer Trader auf eng werdende Bollinger Bänder hin, was auf eine bevorstehende größere Bewegung hindeuten könnte.
Die Unterschiede zwischen bärischen Kennzahlen bei Institutionen und bullischen technischen Signalen sorgen für Unsicherheit. Während die Coinbase Premium Gap und die ETF-Abflüsse eher Vorsicht zeigen, deuten die technischen Analysen auf steigende Kurse bei Ethereum hin. Welcher Faktor am Ende entscheidend ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Der Beitrag Was braucht Ethereum, um endlich die 3.300-USD-Marke zu knacken? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


