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Frankreich klagt 88 Personen wegen Krypto-Entführungen an, da die Angriffe 2026 im Durchschnitt alle 2,5 Tage stattfinden

2026/04/25 22:07
3 Min. Lesezeit
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Wichtige Erkenntnisse:

  • Frankreichs Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität hat 88 Personen angeklagt, darunter mehr als 10 Minderjährige, die mit 12 Kryptowährungs-Entführungsfällen in Verbindung stehen.
  • Seit 2023 wurden in Frankreich mehr als 135 Krypto-Entführungsvorfälle registriert, wobei 2026 bereits 41 Angriffe verzeichnet wurden – im Rhythmus von einem alle 2,5 Tage.
  • 75 der 88 Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft, während die Staatsanwaltschaft strukturierte kriminelle Netzwerke identifiziert, die in mehreren Fällen aktiv sind.

Von Einzelfällen zur organisierten Kriminalität

Die nationale Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität in Frankreich gab die Anklagen nach einer Ermittlung bekannt, bei der in mehreren Vorfällen wiederholt dieselben Verdächtigen auftauchten. Daraus wurde geschlossen, dass strukturierte kriminelle Netzwerke aktiv Teilnehmer rekrutieren und systematisch die Familien bekannter Kryptowährungsinhaber ins Visier nehmen.

Image source: Lemonde.fr

Von den 88 angeklagten Personen sind mehr als 10 Minderjährige, was auf eine tiefgreifende Rekrutierung jüngerer Bevölkerungsgruppen hinweist, während 75 Verdächtige derzeit in Untersuchungshaft sitzen. Die 12 angeklagten Fälle stellen nur einen Bruchteil des größeren Problems dar, bei dem die Behörden seit 2023 mehr als 135 Krypto-Entführungsvorfälle in Frankreich dokumentiert haben. Allein im Jahr 2026 wurden bis Ende April 41 Fälle verzeichnet – etwa einer alle 2,5 Tage.

Eskalation, Taktiken und Reaktionen

Frankreich ist nun für etwa 40 % aller kryptobezogenen Lösegeldangriffe in Europa verantwortlich, nach einem weltweiten Anstieg solcher Verbrechen um 75 % im Jahr 2025. Die Angriffe folgen einem einheitlichen Muster, bei dem die Täter Familienangehörige von Kryptowährungsinhabern entführen und die Opfer stunden- oder tagelang festhalten, wobei sie Lösegeld in digitalen Vermögenswerten fordern. Bei zwei getrennten Vorfällen im Jahr 2025 trennten die Entführer den Opfern Finger ab, bevor das Lösegeld bezahlt wurde – ein deutliches Zeichen für die Eskalation der Zwangstaktiken.

In einem weiteren aufsehenerregenden Fall aus dem Jahr 2026 befreiten Einsatzkräfte der französischen Eliteeinheit GIGN eine Mutter und ihren 10-jährigen Sohn, die etwa 20 Stunden festgehalten wurden, während die Angreifer versuchten, vom Vater, einem Krypto-Unternehmer, mehrere hunderttausend Euro zu erpressen.

Staatsanwälte und Sicherheitsforscher haben auf Datenlecks von Kryptowährungsbörsen als wichtigen Ermöglichungsfaktor hingewiesen, die es kriminellen Netzwerken erlauben, geleakte Kontodaten mit öffentlichen Aufzeichnungen abzugleichen und hochwertige Ziele vor der Durchführung von Entführungen zu identifizieren. Telegram-Gründer Pavel Durov nannte solche Lecks als Antrieb für die gezielte Ansprache wohlhabender digitaler Vermögensinhaber in ganz Europa.

Image source: X

Jean-Didier Berger, Vertreter des französischen Innenministeriums, bestätigte auf der Paris Blockchain Week, dass ein „strengerer Reaktionsplan", der gemeinsam mit Innenminister Laurent Nuñez entwickelt wurde, in den kommenden Wochen umgesetzt werden soll. Eine Präventionsplattform für Inhaber digitaler Vermögenswerte wurde bereits gestartet und verzeichnet bereits tausende Registrierungen.

Anfang dieser Woche half der Onchain-Ermittler ZachXBT dabei, 800.000 USD an Lösegeldmitteln einzufrieren, nachdem der Vater eines französischen Content-Creators entführt worden war, wobei Binances Sicherheitsteam die Zahlungen über die Blockchain zurückverfolgte.

Source: https://news.bitcoin.com/france-charges-88-crypto-kidnappings-2026/

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