MANILA, Philippinen – Der Warenfluss von und zu den Philippinen ist derzeit durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten belastet, da rund 100 Containerschiffe in der Straße von Hormus festsitzen, sagte ein Schifffahrtsmanager.
Bei einer Anhörung vor dem Senatsausschuss für Landwirtschaft am Mittwoch, 08.04., sagte Patrick Ronas, Präsident der Association of International Shipping Lines (ASIL), dass etwa 130 Containerschiffe in der Straße von Hormus festsitzen und nur sehr wenige herauskommen können.
„Abgesehen davon gibt es auch Ihre Stückgutschiffe und einige Tanker, die manövrieren oder einen Weg finden müssen, wie sie aus dieser Meerenge herauskommen", sagte er.
Bei einem kürzlichen Treffen mit dem Handelsministerium erklärte Ronas, dass die ASIL, bestehend aus 36 Mitgliedsunternehmen, die Sorge geäußert habe, dass aus den Philippinen exportierte Produkte ihre Zielorte nicht erreichen werden.
Ronas erklärte weiter, dass Schiffe mit philippinischen Exporten oft direkt vor der Straße von Hormus in Khor Fakkan, Vereinigte Arabische Emirate, entladen werden. Die Container auf diesen Schiffen müssen nun per LKW zu ihren endgültigen Bestimmungsorten transportiert werden.
„Aufgrund der in der Meerenge festsitzenden Schiffe werden Umleitungen von Diensten vorgenommen, eine Neubewertung des Netzwerks wird ebenfalls durchgeführt, ebenso wie Container in anderen Häfen entladen werden", sagte er.
Laut der Maritime Industry Authority (MARINA) befinden sich nur vier philippinisch geflaggte Schiffe in der „Gefahrenzone" des Nahostkonflikts.
MARINA-Sprecher Lui delos Santos sagte, dass sich in der „Gefahrenzone" zu befinden nicht unbedingt bedeutet, dass sie sich in der Straße von Hormus befinden. Sie werden als innerhalb einer Gefahrenzone befindlich betrachtet, da die beste Route aus ihren Gebieten darin besteht, entweder herumzufahren oder die Straße von Hormus zu durchqueren.
Die iranische Regierung erlaubte zuvor zwei philippinischen Schiffen, die Straße von Hormus zu passieren. Dazu gehören ein Tanker und ein Massengutfrachter, die nach Indien bzw. China unterwegs waren. – Rappler.com


